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Gino
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Irgendwann zwischen Juni 2008 und Dezember 2008 erblickte eine Welpe auf Sizilien das Licht der Welt. Er wurde auf der Strasse geboren. Seine Mama schaute gut zu ihm, und lernte von ihr zu überleben.

Der kleine Hund hatte Glück. Er lebte in einem Dorf, in welchem er von den Einwohnern gefüttert wurde. Nicht nur er musste sich das Futter nicht erwildern, alle Strassenhunde bekamen es von den Menschen.

Dann nahm sein Unglück seinen Lauf.

Nicht alle Menschen tolerierten die Strassenhunde, auch wenn sie niemandem schadeten. Wer weiss, was in gewissen Menschen vor sich geht. Ist es wirklich Hass auf Hunde? Oder Aggression, die sie ausleben wollen? Oder sind es nur böse Menschen, die Freude am Quälen haben, und auf wehrlose Lebewesen los gehen, da sie auch mit einer Portion Feigheit aus gestatten sind? Wir wissen es nicht.

Anfangs September 2010 nachts, machten sich Menschen mit Schrotflinten auf den Weg. Es wurde auf alle Hunde geschossen. Auch auf Rudel, die friedlich zusammen gerollt, im Strassengraben schliefen.

Unser Rüde wurde frontal getroffen. Von einer Sekunde auf die andere gab es für ihn keine Tageszeiten mehr. Es wurde alles schwarz. Er war blind. Von fürsorglichen Menschen wurde er zum Tierarzt gebracht. Viele Schrotkugeln konnten entfernt werden, doch nicht alle. Für die Augen gab und gibt es keine Hoffnung. Er bleibt blind.

Die Tierarzt Familie gab ihm den Namen Pollicino. Ein hübscher Name. Ebanfalls erfuhr man jetzt, dass er ein Maremmano Mischling ist. Er wurde gehegt und gepflegt, bis er transport fähig war. Dann musste er Platz für die nächsten Notfälle machen. Er reiste von Sizilien in den Norden Italiens, ins Piemont. Pollicino sah schrecklich aus. Hier in einem kleinen Gehege, damit er sich nicht verletzen konnte, wartete er auf eine neue sichere Heimat.

Auf der Internet-Seite "Hunde suchen ein Zuhause" konnte man sein Bild entdecken und auch eine E-Mail Adresse, wo man mehr erfuhr.

Pollicino hatte keine Ahnung, dass wieder Menschen gravieren in sein Hundeleben eingreifen. Es wurde gemailt, telefoniert, Formulare ausgefüllt usw. Am 07. Januar 2011 war es dann so weit. Pollicino trat seine grösste Reise seines Lebens an.




und so wurde aus Pollicino aus Italien, Gino von der Houeten - Familie

Am 07. Januar 2011 sollte er gegen 14:00Uhr bei uns eintreffen.


dies ist Gino's neues zu Hause

Vorallem war ich nervös. Wie ihr in der Hauptgeschichte lesen konntet, lebe ich bereits mit einem Maremmano Rüden zusammen. Mir hat man stets gesagt, dass Hundenamen  so kurz wie möglich sein sollten. Pollicino als Strassenhund, kennt ja kaum den Grundgehorsam! Da er noch blind ist, hab ich mir dies zu Herzen genommen. Somit war entschieden, dass sein wunderschöner Name auf Gino gekürzt wird.

Wir warteten, und ich war wie auf Nadeln.


Roy nahm das sehr gelassen, er hatte ja keine Ahnung, dass bald ein Artgenosse bei uns einzieht. Wir wohnen sehr abgelegen, und die Wegbeschreibung ist etwas kompliziert. Hei war ich schnell, als das Telefon klingelte. Es konnte nur Johanna sein, die irgendwo im Dorf parkiert hatte.

Ich fuhr ins Dorf um sie ab zu holen. Sie waren sofort zu erkennen. Die Heckklappe war offen, und ich erblickte einen Wuschel im Auto. Rasch parkierte ich mein Auto, sagte knappt Hallo, und beschäftigte mich mit "meinem" Gino. Meinen Anstand hatte ich nicht ganz vergessen. Nun wurde auch Johanna und ihr Begleiter begrüsst. Dann fuhren wir nach Hause, wo wir vorallem von meiner Freundin mit dem gezückten Fotoapparat sehnsüchtig erwartet wurden.


wir kommen !!!!


erstes Schnuppern der neuen Heimat aus der Sicherheit

Da er blind ist, mussten wir Gino aus dem Auto heben, und in die Umzäunung tragen. Wir hatten die Information erhalten, dass er nicht läuft. Sieht nicht gerade wie ein "Schoss-Hündchen" aus, welches man leicht auf den Arm hebt. Somit war klar, dass wir ihn in's Gras stellen, und mal abwarten was geschieht.


Was heisst denn hier er kann nicht laufen? Ganz vorsicht tappt er durch's Gras. Das Wetter spielte mit. Die Sonne schien, und es war nicht zu kalt, dass Gino seine neue Heimat mit Nase und Pfoten erkunden konnte. Lange blieb er nicht auf den Beinen. Schon bald legte er sich ins Gras und genoss den Sonnenschein.